Alles was zählt-SCH0CK: Richard sagt Simone, dass er bald sterben wird
Plot-Spoiler: Um Richard steht es schlecht – die ganze Wahrheit über seine Krankheit kommt ans Licht
Es ist der wohl emotionalste Moment bei Alles was zählt seit Langem: Richard Steinkamp steht am Abgrund – körperlich wie seelisch. Nach außen wirkt es, als sei er auf dem Weg der Besserung, als hätte die Reha in der Schweiz ihm geholfen. Doch in Wahrheit geht es ihm schlechter als jemals zuvor. Sein Herz ist so geschwächt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es versagt. Eine niederschmetternde Diagnose, die Richard bisher vor allen verborgen hat – selbst vor seiner Familie, die ihn über alles liebt.
Wochenlang hat er versucht, die Wahrheit zu verdrängen. Er wollte stark wirken, wollte seinen Kindern und vor allem Simone nicht die Angst zumuten, ihn zu verlieren. Deshalb baute er eine Lüge auf – eine, die ihn nun beinahe alles kostet. Simone glaubt, er habe eine andere Frau. Sie ist überzeugt, dass Richard während der Reha jemand Neues kennengelernt hat und nun eine Affäre führt. Und obwohl ihn diese Vorstellung quält, lässt Richard sie in diesem Glauben. Denn die Wahrheit wäre noch viel schmerzhafter.
Die angebliche „andere Frau“ ist in Wirklichkeit seine Kardiologin – jene Ärztin, die ihm die erschütternde Diagnose überbracht hat: Sein Herz ist unheilbar geschädigt, eine weitere Operation zu riskant. Jeder Tag könnte sein letzter sein. Nur eine Herztransplantation könnte sein Leben retten. Doch Richard lehnt den Eingriff ab. Er will keine künstliche Verlängerung seines Leidens, keine monatelange Ungewissheit auf der Warteliste. Er will Kontrolle behalten – wenigstens über sein Ende.

Seitdem zieht er sich immer mehr zurück. Simone versteht die Welt nicht mehr. Der Mann, den sie einst geliebt hat, der ihr durch Jahrzehnte an Höhen und Tiefen zur Seite stand, wirkt kalt, abweisend, fremd. Ihre Gespräche enden in Schweigen oder Streit. Und jedes Mal, wenn sie versucht, ihn zu erreichen, blockt er ab. „Das geht dich nichts mehr an“, sagt er, und die Worte brennen sich tief in ihr Herz.
Doch Simone gibt nicht auf. Trotz allem spürt sie, dass etwas nicht stimmt – dass hinter seiner Härte Schmerz steckt. Sie will wissen, ob ihre Ehe noch eine Chance hat, ob zwischen ihnen noch ein Funken Liebe existiert. Und als sie ihn schließlich zur Rede stellt, kommt es zu einer der intensivsten Szenen, die Alles was zählt je gezeigt hat.
Sie steht ihm gegenüber, Tränen in den Augen, und sagt: „Ich liebe dich, Richard. Egal, was war. Wenn es da eine andere gibt, sag es mir. Aber sag mir die Wahrheit.“
Richard schweigt lange. In seinem Blick liegt ein ganzer Sturm – Scham, Angst, Liebe und Erschöpfung. Er weiß, dass er sie nicht länger belügen kann. Zu lange hat er alles in sich hineingefressen, zu lange hat er die Fassade aufrechterhalten. Schließlich sieht er Simone an, seine Stimme bricht, und er sagt die Worte, die ihr Leben verändern werden:
„Es gibt keine andere Frau. Ich bin krank. Todkrank.“
Simone versteht zunächst nicht, was er meint. Doch als er weiterredet, fällt die Fassade vollständig: Er erzählt ihr von der Diagnose, von der Ärztin, von der Reha, die keine Heilung brachte, sondern nur Gewissheit. Er schildert, wie sein Herz immer schwächer wurde, wie er jede Nacht Angst hat, nicht mehr aufzuwachen – und wie er sie schützen wollte, indem er ihr die Wahrheit verschwieg.
Für Simone ist es ein Schock. Alles, was sie für Wahrheit hielt, zerbricht in Sekunden. Die Wut über seine angebliche Untreue verwandelt sich in Verzweiflung. Sie erkennt, dass Richard nicht aus Kälte gehandelt hat, sondern aus Liebe. Dass seine Distanz kein Verrat war, sondern ein verzweifelter Versuch, sie vor Schmerz zu bewahren.
In einer herzzerreißenden Szene bricht sie in Tränen aus. Sie fragt ihn, warum er das allein durchstehen wollte, warum er ihr die Chance genommen hat, für ihn da zu sein. Doch Richard kann ihr nur antworten, dass er sie nicht noch einmal leiden sehen wollte. „Ich wollte, dass du mich als den Mann in Erinnerung behältst, der stark ist. Nicht als einen, der langsam zerbricht.“
Die emotionale Wucht dieses Geständnisses trifft Simone mit voller Kraft. Sie schwankt zwischen Liebe, Wut und Ohnmacht. Doch trotz allem steht sie zu ihm. Sie nimmt seine Hand, sieht ihn an und sagt leise: „Dann gehen wir diesen Weg zusammen.“
Für einen kurzen Moment scheint die Welt stillzustehen. Zwei Menschen, die sich beinahe verloren hätten, finden sich im Angesicht des Todes wieder. Doch auch wenn Simone ihre Unterstützung verspricht, weiß sie, dass der Weg schwer wird. Richards Zustand verschlechtert sich rapide. Jeder Tag bringt neue Rückschläge – Schwächeanfälle, Atemnot, Schwindel.
Und obwohl er versucht, stark zu bleiben, merkt er, dass ihm die Kräfte schwinden. In stillen Momenten sitzt er allein im Wohnzimmer, blickt auf alte Fotos und erinnert sich an das, was war – seine Kinder, seine Ehe, seine Firma, sein Leben. Ein Leben voller Kämpfe, Triumphe und Fehler. Doch nun scheint alles auf ein Ende hinauszulaufen, das er nicht verhindern kann.
Auch die Kardiologin drängt ihn, eine Entscheidung zu treffen. „Wenn Sie keine Transplantation wollen, müssen Sie sich auf das Schlimmste vorbereiten.“ Richard nickt nur. Für ihn ist alles gesagt.

Währenddessen beginnt Simone, sich immer stärker in seine Behandlung einzubringen. Sie will die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht gibt es doch noch einen Weg – eine Spenderliste, eine neue Therapie, eine Chance. Doch Richard bittet sie, loszulassen. „Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Nur davor, dass du dabei bist, wenn es passiert.“
Diese Worte bringen Simone an ihre Grenzen. Sie weigert sich, aufzugeben, und schwört, um ihn zu kämpfen, egal, was er sagt.
Die kommenden Wochen bei Alles was zählt versprechen emotionale Intensität pur. Richards Geständnis wird nicht nur seine Ehe verändern, sondern auch seine Familie erschüttern. Vanessa, Jenny und Maximilian müssen sich darauf einstellen, dass ihr Vater vielleicht bald nicht mehr lebt. Alte Konflikte, ungelöste Schuldgefühle und lang verdrängte Liebe werden neu aufbrechen.
Und auch für Simone beginnt eine schwere Zeit. Sie steht zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen der Angst, ihn zu verlieren, und der Stärke, die sie für ihn aufbringen muss.
Noch ist offen, ob Richard wirklich keine Transplantation möchte – oder ob er am Ende doch den Mut findet, zu kämpfen. Doch eines steht fest: Seine Wahrheit hat alles verändert.
Was bleibt, ist eine bewegende Geschichte über Liebe, Verdrängung, Ehrlichkeit und das unausweichliche Ende. Ein Mann, der seine Schwäche versteckt, um stark zu wirken. Eine Frau, die ihn liebt, selbst wenn er sich längst aufgegeben hat. Und ein Abschied, der unausweichlich scheint – aber vielleicht auch die Chance birgt, Frieden zu finden.
Die Wahrheit ist nun raus – und sie wird alles verändern.