Elias’ Worte im Traum verfolgen Leyla, bis die Wahrheit ans Licht kommt.

Plot-Spoiler:

Die Ereignisse beginnen mit einem Moment, der für Leila alles verändert: Sie sieht Elias in einer Situation, die aus der Entfernung eindeutig wirkt – zu eindeutig. Er steht mit einer anderen Frau zusammen, ihnen zugewandt, scheinbar vertraut, und in Leila brodelt sofort die Mischung aus Verletzung, Wut und Angst, die sich in den letzten Tagen durch Gerüchte über seine Treue aufgebaut hat. Nele, die an ihrer Seite steht, bemerkt sofort, wie sich Leilas Körper anspannt. Die Szene lässt für Leila nur eine Interpretation zu: Elias betrügt sie.

Von diesem Gedanken getrieben, marschiert Leila ohne Zögern auf die beiden zu. Ihre Schritte sind hart, ihre Stimme schneidend. Sie konfrontiert Elias frontal, ohne Raum für Erklärungen, ohne den Versuch, die Situation überhaupt zu erfassen. Sie beschuldigt ihn heftig, wirft ihm vor, nach allem, was darüber geredet wurde, doch nicht besser zu sein, als die Gerüchte sagten. Er hätte sie belogen, getäuscht, ihr Vertrauen ausgenutzt. Der Schmerz verwandelt sich in Aggression – und in einem Moment voller Kontrollverlust nennt Leila ihn ein „Arschloch“ und schleudert ihm ihr Getränk ins Gesicht. Elias steht fassungslos da, überrascht, verletzt und vollkommen überrumpelt. Er kommt nicht einmal dazu, ein Wort zu sagen, bevor Leila sich abwendet und davonstürmt.

Später, weit weg von der Szene, sitzt Leila mit Nele zusammen. Die Wut ist noch da, aber darunter liegt jetzt ein brennender Schmerz, das Gefühl, verraten worden zu sein. Um diesen Stich zu betäuben, trinkt Leila viel zu viel Glühwein – einen nach dem anderen, obwohl sie am nächsten Tag Training hat und verantwortlicher handeln müsste. Neles Versuche, sie zu bremsen, sind nur halbherzig erfolgreich. Sie spürt, wie sehr Leila leidet, und beschließt, für sie da zu sein, statt sie allein zu lassen.

AWZ-Folge vom 27.11.25 auf RTL+: Leyla verrät Elias, dass sie seine  Chat-Partnerin ist

Als Leila schließlich kaum noch stehen kann, bringt Nele sie nach Hause. Sie legt sie behutsam auf die Couch, deckt sie zu und versucht, sie zur Ruhe zu bringen. Im Halbschlaf, benebelt vom Alkohol, murmelt Leila vor sich hin – Worte voller Enttäuschung: „Elias ist ein Arsch…“ Dann, völlig wirr, fantasiert sie etwas von einem Nikolaus im Zimmer. Nele kann nicht anders, als den Kopf zu schütteln, schmunzelnd und besorgt zugleich.

Der nächste Morgen kommt hart. Leila wird von einem schrillen Geräusch geweckt: der Gegensprechanlage. Völlig verkatert, mit dröhnendem Kopf und ohne Überblick darüber, was am Vorabend alles passiert ist, schleppt sie sich zur Tür. Eine Frau steht unten und stellt sich als Lisa vor – Elias’ Freundin. Allein dieses Wort trifft Leila wie ein Schlag in den Magen: Freundin. Ausgerechnet sie steht jetzt vor der Tür. Widerwillig, misstrauisch und zugleich dünnhäutig lässt Leila sie herein. Sie erwartet die nächste Demütigung, die nächste Bestätigung, dass sie recht hatte, als sie ihn beschimpfte.

Doch Lisa ist völlig ruhig, keineswegs feindselig. Sie wirkt entschlossen, als wolle sie etwas aufklären, das dringend gesagt werden muss. Und tatsächlich: Lisa verließ die Wohnung nur kurz, um etwas zu holen – und kommt mit einer Nikolausmütze zurück. Sie hält sie hoch, als wäre sie ein Beweisstück in einem Kriminalfall. Dann erklärt sie das, was Leila am wenigsten erwartet hätte: Elias war der Nikolaus.

AWZ“: Elias Berg zieht ins Loft und Leyla ist nicht begeistert – oder doch?

Die Frau, die Leila gestern gesehen hatte, war gar nicht die Geliebte, keine heimliche Affäre und schon gar kein Beweis eines Seitensprungs. Es war lediglich Lisas eigene Anwesenheit, weil sie Elias geholfen hatte – bei einem völlig harmlosen, fast schon niedlichen Weihnachtsüberraschungsprojekt. Die Nikolausmütze war Teil seines Kostüms. Leila begreift langsam, was das bedeutet: Sie hat Elias grundlos beschuldigt, ihn beleidigt, ihn gedemütigt und seine gute Absicht in das Schlechteste verwandelt.

In diesem Moment friert Leila innerlich ein. Der Alkohol des Vorabends, der Zorn, die impulsive Reaktion – alles stürzt auf sie zurück wie eine Welle der Peinlichkeit und Reue. Die Erkenntnis trifft sie unbarmherzig: Sie hat einen fatalen Fehler gemacht, sich täuschen lassen von ihren eigenen Ängsten, ihren eigenen Unsicherheiten. Und statt nachzufragen, statt ihm eine Chance zu geben, hat sie sofort das Schlimmste angenommen – und entsprechend gehandelt.

Der Plot endet mit der brutalen Offenlegung der Wahrheit: Nicht Elias war der „Arsch“, wie sie so voller Wut geschrien hatte – sondern ihre vorschnelle Verurteilung hat alles zerstört, wofür Elias sich eigentlich Mühe gegeben hatte. Die Nikolausmütze in Lisas Hand wird zum Symbol ihrer Fehleinschätzung und ihrer impulsiven Art, die ihr nun schmerzlich bewusst wird.

Für Leila bleibt nur eine Frage: Ist es überhaupt möglich, diesen gewaltigen Fehler rückgängig zu machen – oder hat sie mit einem einzigen explosiven Moment alles zerstört, was zwischen ihr und Elias hätte entstehen können?