“Überhaupt kein Mitleid”: GZSZ-Fans sind vom Verhalten dieser Rolle genervt
überhaupt kein Mitleid – Plot-Spoiler
In diesem Handlungsstrang aus Gute Zeiten, schlechte Zeiten gerät Lilli in ein emotionales Chaos, das nicht nur sie selbst, sondern auch die Zuschauenden zunehmend überfordert. Die Figur, die sonst häufig als sensibel und intelligent dargestellt wird, bringt mit ihrem Verhalten viele Fans gegen sich auf. Aus anfänglicher Sympathie wird Frustration – und schließlich offen geäußerte Genervtheit.
Alles beginnt damit, dass Lilli sich unglücklich in Julian verliebt. Sie weiß von Anfang an, dass er seine Gefühle nicht erwidert und klar kommuniziert, dass zwischen ihnen nichts entstehen wird. Trotzdem lässt sie sich immer wieder auf Situationen ein, die sie am Ende emotional verletzen. Sie redet sich ein, die Lage im Griff zu haben, behauptet, ihre Gefühle kontrollieren zu können, und ignoriert gleichzeitig die Warnungen ihrer Freundinnen sowie die gut gemeinten Hinweise ihrer Mutter Maren. Dieses widersprüchliche Verhalten bildet den Nährboden für die dramatische Eskalation, die schließlich folgt.
Der Wendepunkt tritt ein, als Lilli erfährt, dass die Frau, die Julian wirklich liebt, ausgerechnet ihre eigene Mutter Maren ist. Diese Enthüllung trifft sie wie ein Schlag. Für Lilli bricht damit eine emotionale Welt zusammen, die ohnehin schon auf wackeligen Beinen stand. Doch anstatt einen Weg zu suchen, mit der Situation umzugehen oder die Perspektiven aller Beteiligten zu berücksichtigen, reagiert sie impulsiv und radikal: Sie bricht den Kontakt sowohl zu Julian als auch zu Maren vollständig ab.

Genau an dieser Stelle beginnt das Publikum, sich von der Figur abzuwenden. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken, insbesondere auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Serie, sind eindeutig: Viele Fans finden Lillis Verhalten nicht nachvollziehbar, übertrieben und kindisch. Einige äußern sich sogar regelrecht wütend. Sie kritisieren, dass Lilli so tut, als sei sie plötzlich Opfer einer hinterhältigen Täuschung, obwohl Julian immer ehrlich zu ihr war. Er hat ihr mehrfach und unmissverständlich erklärt, dass er keine romantischen Gefühle für sie hat. Dass Lilli später behauptet, benutzt worden zu sein, sorgt bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern für Kopfschütteln.
Eine Userin bringt die Kritik besonders deutlich auf den Punkt: Lilli habe trotz klarer Warnungen und trotz Julians Offenheit einfach nicht aufhören wollen, sich in die Situation hinein zu verrennen. Sie habe ignoriert, was man ihr sagte, und sich selbst eingeredet, sie habe alles im Griff – nur um dann, als die Wahrheit über Julians Gefühle ans Licht kommt, die Opferrolle einzunehmen. Die Userin schließt ihren Kommentar drastisch: „Ich habe überhaupt kein Mitleid mit Lilli.“
Diese Haltung teilen viele. Oft wird Lilli sogar als „Kleinkind“ bezeichnet, weil sie ihrer Meinung nach unreif und dramatisch reagiert. Das Publikum bemängelt, dass Lilli nicht nur die klaren Worte anderer ignoriert, sondern auch nicht bereit ist, Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen zu übernehmen. Ihre Verletztheit ist für viele zwar verständlich, ihr Verhalten jedoch nicht.
Doch nicht nur Lilli steht im Kreuzfeuer der Kritik – auch ihre Mutter Maren enttäuscht das Publikum. Einige Fans glauben, Maren sei eifersüchtig auf ihre Tochter gewesen oder habe Lilli zumindest den Erfolg ihres medizinischen Forschungsprojekts nicht gönnen können. Die Enthüllung über die Liebesverhältnisse kommt aus Sicht vieler Zuschauerinnen und Zuschauer nämlich zum schlechtesten Zeitpunkt überhaupt. Gerade als Lilli einen großen beruflichen Erfolg feiert, bringt Maren ihr Geständnis, dass sie die Frau ist, in die Julian tatsächlich verliebt ist. Für das Publikum wirkt das wie eine unnötige und unfaire Demütigung, die Lillis Glücksgefühl bewusst zerstört.
Viele Fans fragen sich: Warum hat Maren nicht früher gesprochen? Wieso hat sie ausgerechnet diesen Moment gewählt, an dem Lilli auf einem persönlichen Hoch war? Die Meinung ist eindeutig: Maren hätte die Wahrheit viel früher sagen sollen – nicht erst dann, wenn die Enthüllung maximalen Schaden anrichtet. Einige Zuschauerinnen und Zuschauer empfinden Marens Verhalten sogar als rücksichtslos und manipulativ und sehen es als einen der Gründe, warum die Situation überhaupt so eskaliert ist.

Der Eindruck, dass sowohl Mutter als auch Tochter durch ihr Verhalten die Sympathien der Fans verspielt haben, zieht sich durch die gesamte Diskussion. Für viele wirkt das Mutter-Tochter-Gespann in dieser Phase der Handlung unausgeglichen, unüberlegt und in Teilen unsympathisch. Während Lilli durch ihre emotionalen Ausbrüche und ihr Festhalten an einer unerwiderten Liebe nervt, wirkt Maren durch ihr spätes Geständnis und ihre zweifelhafte Motivation unglaubwürdig.
Dieser doppelte Zusammenbruch eines zentralen familiären Verhältnisses verleiht dem Plot zwar eine dramatische Schärfe, doch er sorgt gleichzeitig für einen deutlichen Bruch zwischen den Figuren und einem großen Teil der Fans. Die Zuschauerinnen und Zuschauer scheinen sich einig zu sein: Lilli hat den Kontaktabbruch zu Maren und Julian zwar aus emotionalem Schock vollzogen, doch ihr Verhalten zuvor wirkt unreif und selbstverschuldet. Maren wiederum wird vorgeworfen, die Situation fehlgeleitet und in einem schlechten Moment offengelegt zu haben, wodurch sie ihre Tochter unnötig verletzt habe.
Die Diskussionen zeigen ein bemerkenswert deutliches Bild: Beide Figuren – Lilli und Maren – haben in den Augen vieler Fans versagt. Lilli durch ihre Unreife und ihr Festhalten an einer zum Scheitern verurteilten Fantasie, Maren durch ihr schlechtes Timing und mangelnde Sensibilität. Der Plot bietet eine Mischung aus emotionaler Spannung, schmerzhaften Enthüllungen und zerrütteten Beziehungen, doch gleichzeitig hinterlässt er bei seinem Publikum mehr Frust als Mitgefühl.
Damit wird dieser Handlungsstrang zu einem Paradebeispiel dafür, wie komplexe Beziehungskonflikte einer Serie zwar dramatische Tiefe verleihen können, gleichzeitig aber riskieren, wichtige Figuren in einem Licht erscheinen zu lassen, das sie für Zuschauerinnen und Zuschauer schwer erträglich macht. In diesem Fall scheint der Punkt erreicht: Viele Fans haben überhaupt kein Mitleid – weder mit Lilli noch mit Maren.